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Gesuch der Nagra für Quartärbohrungen

Der Gemeinderat informiert:

Gesuch der Nagra für Quartärbohrungen

Bei der Standortwahl für ein Tiefenlager gibt die Sicherheit den Ausschlag. Im Rahmen der Standortsuche für geologische Tiefenlager will die Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) auch die obersten Gesteinsschichten, die Lockergesteine bzw. das sogenannte Quartär, genauer untersuchen. Dazu werden unter anderem Quartärbohrungen durchgeführt. Ziel dieser Bohrungen ist nicht wie bei den Tiefbohrungen den möglichen Lagerbereich vertieft zu untersuchen, sondern vergangene Eiszeiten besser zu verstehen und mögliche Oberflächenveränderungen in der Nordschweiz durch künftige Eiszeiten besser prognostizieren zu können.

Die Nagra plant 2018/19 rund zehn Quartärbohrungen in allen drei Untersuchungs­gebieten Jura Ost, Nödlich Lägern und Zürich Nordost durchzuführen. Das Gesuch für die Quartärbohrung in Kleinandelfingen liegt ab dem 16. April 2018 in der Gemeinde während 30 Tagen öffentlich auf.

Quartärbohrungen erreichen eine Tiefe von einigen Zehn Metern bis wenige Hundert Meter. Sie sind vergleichbar mit Erdwärmebohrungen und werden in der Regel mit einem mobilen Bohrgerät, das 10 bis 20 Meter hoch ist, durchgeführt. Die Bohrung dauert wenige Wochen und wird in der Regel tagsüber durchgeführt. Bei tieferen Bohrungen muss auch nachts gearbeitet werden, wegen der Stabilität des Bohrlochs und um die Gesamtdauer der Bohrung kurz halten zu können. Die beim Bohren entstehenden Lärmemissionen sind vergleichbar mit landwirtschaftlichen oder forstwirtschaftlichen Arbeiten.

Weitere Informationen können dem Nagra-Info-Flyer "Bohrungen für Quartäruntersuchungen", sowie dem Auflagetext vom Bundesamt für Energie (BFE) entnommen werden.

 

 

 

 

 

 

 

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