Sehenswertes
Das Rothaus
Mitten im Dorfzentrum, direkt an der Schaffhauserstrasse steht ein augenfälliges Riegelhaus. Das unter Bundesschutz stehende Rothaus wurde gemäss eingeritzter Jahreszahl vermutlich 1685 erstellt. Der Bauherr Kondrad Himmel aus Henggart kam durch Heirat nach Kleinandelfingen. Bis 1960 diente die Liegenschaft als Doppel-Bauernhaus mit zwei Wohnungen, zwei Scheunen, zwei Ställen und ursprünglich zwei Trottwerken. Bei der umfassenden Renovation 1976 wurden fünf Wohnungen eingebaut, ohne dass das äussere Erscheinungsbild stark verändert wurde.

Historische Gebäude
Die Arbeitsgruppe pro Andelfingen- APA- hat in den Gemeinden Andelfingen und Kleinandelfingen an allen historisch wichtigen Gebäuden Gusstafeln mit Hausbeschriftungen angebracht.
Auf diesen Tafeln ist kurz die Geschichte und die Bedeutung der Bauten nachzulesen.
Der Rosengarten
Der 1799 durch französische Artillerie zerstörte Rosengarten wurde bis zum Jahr 1805 als eines der stattlichsten Weinländer Riegelhäuser wieder aufgebaut. Die Liegenschaft wurde bis 1906 als Arztpraxis genutzt und 1920 von der Zivilgemeinde Kleinandelfingen gekauft. Die Armengemeinde Andelfingen, ein Verband der Gemeinden Adlikon, Andelfingen, Humlikon und Kleinandelfingen (später Fürsorgeverband Andelfingen), erwarb am 26. Februar 1959 die Liegenschaft zum Rosengarten. Im September 1960 wurde das Alters- und Pflegeheim Rosengarten, bestehend aus dem Altbau (Doktorhaus, inventarisiert) und einem Neubau (Pflegetrakt) eingeweiht. Das Heim wurde in den Jahren 2006 bis2008 umgebaut und erweitert. Das Wohn- und Pflegezentrum verfügt heute über 45 Betten.
Haus aus dem Jahr 1513
Bei den Umbauarbeiten erlebte die Familie eine Überraschung: Alte Balken und Lehmwickelwände kamen zum Vorschein. Es zeigte sich, dass sie Überreste eines Baukerns aus dem Jahr 1513 waren. Selbstverständlich wurde der Um- und Neubau neu geplant, damit die alte Bausubstanz erhalten blieb. Das Haus steht unter Denkmalschutz.
Gemeindehaus und Galerie
Das alte Gemeindehaus wurde im Jahr 1867 gebaut. Einige Familien stifteten farbige Wappenscheiben. Diese schmücken die oberen Abschlüsse der Bogenfenster.
Im Erdgeschoss befindet sich eine Galerie.

Heimatkundliches Archiv
Die im Jahre 1985 gegründete Kulturkommission Andelfingen fand 1991 im gemeindeeigenen Koradihaus endlich Platz für ihr umfassendes Archiv. Neben wertvollem Bildmaterial werden weitere interessante Zeitdokumente aufbewahrt: Landkarten, Pläne, Stammbäume, Urkunden, Zeitungen, Plakate und weitere Gegenstände.
Interessante Ausstellungen zu verschiedensten Themen lassen Rück-Blicke in alte Zeiten zu.
Das „Spital“
An der Schulstrasse steht ein 45 Meter langes Gebäude, welches „zum Spital“ genannt wird. Die Herkunft des Namens kann nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Vermutlich lebten Kleinbauern und Taglöhner in den sehr bescheiden ausgebauten Wohnungen. Heute ist es eher Privileg, in einem der schmucken Teile leben zu können.

Spaziergänge
Beschauliche Spaziergänge eröffnen dem Besucher eine abgerundetes Bild der Dörfer. Besonders empfehlenswert ist ein Abstecher zum nahe gelegenen Weinbaugebiet Schyterberg. Im Herbst scheinen die Reben vor Farben förmlich zu explodieren. Und vom höchsten Punkt des Hanges aus hat man bei klarer Fernsicht einen wunderbaren Blick in die Alpen vor sich. Auch die Spazier- und Wanderwege beidseits der Thur können die Seele erfreuen und das Herz erfrischen. Sich mitten in der Natur zu bewegen und neben sich das Wasser des Flusses zu hören hat einen hohen psychohygienischen Wert.

Thurpfad
Auf einer Wanderung entlang dem
»Thurpfad zwischen Andelfingen, Altener Brücke und Kleinandelfingen erfahren Sie viel Interessantes über den Fluss und seine Geschichte. Dreizehn Infotafeln geben Auskunft über die Thurverbauungen in alter und neuer Zeit, die Thurlandschaft sowie spezielle Pflanzen und Tiere. Auf der »Homepage des AWEL erfahren Sie Wissenswertes über Hoch-wasserschutz und Auenlandschaft.

Andelfinger Seenplatte
Wer mit der Bahn zwischen Marthalen und Kleinandelfingen unterwegst ist, entdeckt da und dort kleine Wasserflächen, die teils ins offene Wiesengelände eingebettet, teils im Wald versteckt sind. Sie haben weder Zu- noch Abfluss, sind oft von einer hellgrün schimmernden Decke von Wasserlinsen überzogen oder mit Schilf und Binsen bewachsen. Ihr Wasserstand richtet sich nach der Höhe des Grundwasserspiegels. Vielfach trocknen sie im Spätsommer aus. In kalten Wintern gefriert die Wasserfläche schnell, sodass Jung und Alt Schlittschuh laufen kann. Diese Kleinseen entstanden am Ende der letzten Eiszeit. Als diese abschmolzen, blieben Vertiefungen zurück, die sich mit Grundwasser füllten. Diese Tot-Eis-Seen verlandeten nach; heute sind nur noch rund ein Dutzend von ihnen sichtbar. Sie stehen allesamt unter Naturschutz und prägen den Namen „Andelfinger Seenplatte“.
